Page 13 - Dein Wille geschehe Leseprobe
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Du es nicht bei e i n e r Wohltat bewenden, sondern warst nicht
               zufrieden, bis Du mir alle Wohltaten geschenkt, alles Übel von mir
               abgewendet hattest. Du zeigtest mir die Sünden, damit ich sie
               vermeiden, und die Fehler, damit ich sie verabscheuen kann, und
               leitetest mich zu dem, das mich Dir näherbringt. Wenn ich Dich
               rief, so hast Du geantwortet; wenn ich Dich bat, so hast Du mir
               gegeben; wenn ich Dich lobte, so hast Du mir gedankt; und wenn
               ich Dir dankte, so hast Du mir noch mehr geschenkt.
                 O mein Gott, welche Deiner Wohltaten könnte ich aufzählen
               und für welche Deiner Gaben könnte ich Dir genug danken: für all
               das Gute, das Du mir so reichlich geschenkt, für all das Böse, das Du
               von mir abgewendet hast!
                                                            Dhu’n-Nun



               Gott, schütze uns mit Deinem Auge, das nicht schläft, und stütze
               uns mit Deiner Stärke, die nicht wankt; hilf uns mit Deiner Macht,
               die nicht schwankt; und erbarme Dich unser durch Deine Kraft, o
               Erbarmer! O Gott, laß uns nicht verderben, denn Du bist unser
               Wohltäter und unsere feste Burg, o Erbarmer! Mein Genügen ist
               der Herr, nicht die, die beherrscht werden; mein Genügen ist der
               Schöpfer, nicht die Geschöpfe; mein Genügen ist Er, der keine
               Verpflichtungen auflegt denen, welchen Er wohltut. Mein Genü-
               gen ist Gott – welch guter Verwalter ist Er!
                                                         Zain al-‘Abidin



               Beschenkte mich mein Herr auch noch so reich –
               Mit Deiner Gabe, Gott, ist’s kein Vergleich!
               Er gab die Mütze und auch das Gewand,
               Du gabst das Haupt, den Körper und den Stand.
               Er gab mir Gold – Du, die es zählt, die Hand;
               Er gab das Reittier – Du gabst den Verstand.
               Er gab mir Licht – Du, daß ich’s sehen kann;
               Er gab mir Süßes – Du Geschmack daran.
               Er gab mir Dienst – Du gabst mir Leben, Blut;
               Verspricht er Gold, versprichst Du ew’ges Gut.


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